12. Lauf in den Frühling in Bad Berka

Am Mittwoch fragte uns Ms Schwester, ob M und ich nicht Lust hätten, mit ihr am Lauf in den Frühling in Bad Berka teilzunehmen. Selbstverständlich hatten wir beide Lust 😉

Ich interessierte mich zunächst für die Strecke über 9,6 Kilometer, für die M sich anmeldete. Mir wäre es dieses Mal nicht um eine gute Zeit, sondern darum gegangen, nach langer Zeit eine große Distanz zurückzulegen. Ms Schwester traute sich so viele Kilometer allerdings nicht zu und wollte die 4,5 Kilometer, für die sie sich interessierte, nicht alleine laufen. Unser Hauptproblem bestand jedoch in der Betreuung unseres Babys.

Da die 4,5 Kilometer-Strecke komplett asphaltiert zu sein schien, schrieb ich den Veranstalter an und fragte, ob es erlaubt sei, mit Kinderwagen zu laufen. Nach positiver Rückmeldung meldeten Ms Schwester und ich uns für diese Distanz an. Besser ein kleiner Lauf als gar keiner 🙂

Ms Schwester hatte jedoch Ms Papa gefragt, ob er während des Laufs auf L aufpassen kann. Er sagte uns seine Hilfe zu, als wir drei bereits für die jeweiligen Distanzen angemeldet waren. Da er sich das erste Mal alleine um L kümmert, war es ihm gegenüber nur fair, die kürzere Strecke zu laufen.

Obwohl wir super in der Zeit waren, kamen wir erst Viertel vor zehn beim Ilmtalstadion in Bad Berka an. Wir parkten dreihundert Meter abseits, begrüßten Ms Papa und Schwester und zogen uns um. Ms Schwester gab nur „Sportplatz“ in ihr Navigationsgerät ein und brauchte über eine halbe Stunde, um den Veranstaltungsort zu finden. M rannte vor, um unsere Startunterlagen abzuholen. Ms Schwester und ich folgten ihm wenige Minuten später. Wir befestigten unsere Startnummern sowie die Zeitmessungsstreifen am Schuh und standen erst drei Minuten vor dem Startpfiff an der Startlinie 😉

Um zehn begannen bis auf die vierhundert Meter- und die zwei Kilometer-Distanz alle drei Läufe. Ms Schwester und ich liefen die ganze Zeit über zusammen, kamen an einigen Teichen vorbei und freuten uns an der Schönheit der Natur. Nach circa zweieinviertel Kilometern bergauf und -ab wendeten wir und liefen dieselbe Strecke wieder zurück.

Im Vorfeld schätzte ich über eine halbe Stunde Laufzeit und war äußert überrascht, bereits nach 27 Minuten und 13 Sekunden durch das Ziel gelaufen zu sein. Während der Stadionrunde haben Ms Schwester und ich L weinen hören, die laut Ms Papa die ganze Zeit ohne Unterbrechung geweint hatte. Als ich sie aber aus dem Kinderwagen holte, waren die Tränen schnell getrocknet und das Knabbern an einem Brötchen wurde interessanter.

Nach 53 Minuten und 21 Sekunden finishte M den 9,6 Kilometer-Lauf. Wir aßen eine Kleinigkeit, nahmen unsere Urkunden entgegen, spielten mit L auf dem Rasen des Fußballfeldes und machten uns gegen um zwölf zurück zum Auto.

Der Lauf in den Frühling in Bad Berka war mit 162 Teilnehmern ein familiärer und von der Atmosphäre her ein sehr schöner und angenehmer Lauf. Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder 🙂

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