42. Thüringer Burgenfahrt

Um in knapp anderthalb Wochen die dreitägige Radtour von Dresden nach Prag gut zu überstehen, ließ ich es mir heute trotz vorhergesagter 38 Grad Celsius nicht nehmen, das erste Mal mit M an der Thüringer Burgenfahrt teilzunehmen. Der Name klingt allerdings schlimmer, als die Tour ist. Es handelt sich um eine recht gemütliche Fahrt von Jung und Alt ohne Zeitmessung zu den Drei Gleichen, die aber nicht mit dem Rad erklommen werden müssen 😉

Wir starteten um halb zehn bei gut 28 Grad vom Leipziger Platz aus in Richtung Theaterplatz. Da mit vielen Teilnehmern gerechnet wurde, nahmen M und ich es mit der Pünktlichkeit nicht so genau. Start vom Theaterplatz sollte nämlich um 09:30 Uhr sein. Wir trudelten auf unseren Bikes kurz nach halb 10 ein … und stellten fest, dass alle weg waren 😮

Wir kauften uns schnell eine der in diesem Jahr blauen Startkarten und fuhren über die Alfred-Hess-Straße und Motzstraße zum Fahrradweg von Erfurt-Hochheim nach Erfurt-Bischleben in der Hoffnung, die anderen noch einzuholen. Wir wechselten nach einer Weile auf den Fahrradweg in Richtung Ingersleben und entdeckten endlich eine Gruppe von Bikern zwischen Erfurt-Bischleben und Ingersleben. Wir gesellten uns glücklich dazu, nahmen dankend einen Becher Wasser entgegen und fuhren dann in der Gruppe im Schlepptau mit Kranken- und Polizeiwagen nach Neudietendorf.

In Neudietendorf kamen zwei Familien auf die grandiose Idee, sich links und rechts von der Straße mit Wasserschläuchen hinzustellen und auf die vorbeifahrenden Radfahrer zu zielen. Das war bei der Hitze eine willkommene Erfrischung, auch wenn man bereits nach gut 5 Minuten schon wieder trocken war 😉 Die letzten paar Kilometer bis Freudenthal, unserem Zielort, führten über Apfelstädt. Auch hier standen ein paar Freiwillige von der Feuerwehr mit Wasserschläuchen bereit und sorgten erneut für eine kleine Abkühlung.

Am Ziel angekommen, erwartete uns ein größerer Platz mit Fressbuden, Hüpfburgen, Verkaufsständen und vielem mehr. Da der gesamte Platz der prallen Sonne ausgesetzt war, flüchteten M und ich in den Biergarten der Gaststätte Freudenthal. So konnte ich eine angenehm gekühlte Himbeer-Brause genießen.

Unsere Hundebetreuung sollte mittags um eins enden, weshalb wir bereits um 11:30 Uhr den Heimweg antraten. Die Fahrt ging bis nach Ingersleben sehr zügig voran und wir lagen sehr gut in der Zeit. Zwischen Ingersleben und Erfurt-Bischleben stand plötzlich ein Hund mitten auf dem Weg – von Herrchen oder Frauchen war jedoch weit und breit nichts zu sehen. Der Hund war sehr ängstlich und rannte plötzlich in Richtung Ingersleben. Da wir beschlossen hatten, die Feuerwehr zu kontaktieren, eilte M auf seinem Rennrad in einem Mordstempo dem Hund hinterher, um ihn festzuhalten. Hierbei wechselte der Hund immer wieder zwischen Straße und Fahrradweg. Irgendwann kurz vor Ingersleben traf M auf das Herrchen, der sich zwar bedankte, auf uns jedoch keinen verantwortungsvollen Eindruck machte. Am liebsten hätte ich ihm noch mal verdeutlicht, dass sein Hund bei der Hitze hätte sterben oder gar überfahren werden können. Ich beherrschte mich jedoch und es ging zurück zum Leipziger Platz, an dem wir kurz nach 13:00 Uhr ankamen.

Alles in allem war es eine sehr schöne Radtour, die wir sicher in Zukunft noch das ein oder andere Mal mitmachen werden. Wir haben insgesamt knapp 47 Kilometer zurückgelegt, weshalb ich für unsere Radtour Mitte Juli optimistisch gestimmt bin. Prag, wir kommen! 😉

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