Maifeuer

Nach zwei anstrengenden und kräftezehrenden Vormittagen – L wollte partout nicht in den Kindergarten, da ihre Lieblingserzieherin Urlaub hat – sehnten wir alle den heutigen Abend und den morgigen freien Tag herbei.

Gemeinsam mit unseren Vermietern C und A machten wir uns kurz nach neunzehn Uhr auf den Weg zum Maifeuer in unserem Ortsteil. L lief ein paar Meter allein und wurde den Rest des Weges von mir getragen.

Als wir ankamen, brannte das Feuer bereits. Wir fanden eine schöne Stelle in der Nähe des Feuers. A organisierte für uns alle Getränke. L und ich holten uns wenig später ein Stockbrot und hielten es über die Glut einer gesonderten Feuerstelle. Diese befand sich in einer ausgebauten Wäschetrommel. Eine hervorragende Idee! E, Ls Kindergartenfreundin, war mit ihrer Familie auch beim Maifeuer und leistete uns beim Stockbrot-Grillen Gesellschaft. L war anfangs geschockt, bekannte Gesichter auch außerhalb des Kindergartens zu treffen, taute aber schnell auf. Das Stockbrot war super lecker, auch wenn ich nur ein kleines Stück probieren durfte 😉

M stieß nach seinem langen Lauftraining und einem kurzen Aufenthalt zu Hause zu uns. Er hatte sich zuvor eine Pizza im Dorf gekauft und wurde glatt darauf angesprochen, ob er denn keine Bratwurst möge 😉 Zu dieser Zeit zog L bereits mit E „um die Häuser“. Nach einer Weile schauten wir, wohin sich die beiden verzogen hatten und fanden zwei lieb miteinander spielende Kinder vor. E und L kamen wenig später auf uns zu und fragten, ob sie zu dem nahegelegenen Spielplatz gehen dürfen. Das war ein neues Gefühl für mich, denn L ist oftmals anhänglich und schüchtern. Ich freute mich heute Abend sehr für sie <3

C und A holten eine zweite Getränkerunde für alle und eine Portion Pommes für mich. Seit Ende Dezember habe ich keinen Alkohol mehr getrunken. Heute ließ ich mir ein kühles Radler schmecken. Einen Unterschied zu einem alkoholfreien konnte ich nicht erkennen, weshalb dieses Radler eine Ausnahme bleiben wird.

Wir rückten näher an das Feuer heran, um uns zu wärmen. Mittlerweile war es dunkel. E brachte L zu uns zurück, verabschiedete sich und ging mit ihrer Familie nach Hause. L bekam ein Brötchen, setzte sich vor uns auf den Rasen und schaute dem Feuer zu.

Gegen halb zehn liefen wir gemütlich nach Hause zurück. L lief fast den gesamten Weg allein.

Zu Hause begrüßte uns Prinzi. Nur wenig später lagen wir zu viert im Bett, lasen noch eine Geschichte und schliefen ein.

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