Mein buntes Wochenende

Dieses Wochenende gehörte mir ganz allein <3 Ich habe festgestellt, dass ich das letzte Mal im Sommer 2012 ohne M oder Prinz (und mittlerweile auch ohne L) weggefahren bin. Ich bin allerdings auch nicht der Typ, der gern ohne seine Familie unterwegs ist, von daher ist es nicht schlimm, dass es über fünf Jahre dauerte.

Freitag, 23. Februar 2018

Wie immer auf den letzten Drücker machte ich mich auf den Weg zum Hauptbahnhof. M, L und Prinzi waren so lieb und begleiteten mich. Gerade als der ICE durchgesagt wurde und einfuhr, erreichten wir Gleis neun.

Ich rannte mit meinem Gepäck ein paar Meter in Richtung meines Zugabteils, in welchem ich den Sitzplatz reserviert habe. Zu meiner großen Freude tat es mir M mit L auf dem Arm gleich, sodass ich von beiden noch ein Abschiedsküsschen bekommen konnte <3 L zeigte permanent auf den Zug und sagte Conni. Ich bin wirklich begeistert, wie sehr sie die Serie Conni bereits versteht. Es gibt nämlich eine Folge, in der Conni mit ihrem Bruder und ihrer Mama Bahn fährt. Nur wenige Minuten später fuhr mein Zug bereits los in Richtung Dresden. Ohne Probleme fand ich meinen reservierten Sitzplatz, musste aber leider zwei Mädels hochscheuchen.

Bis Leipzig saß keiner neben mir und ich konnte in aller Ruhe in der DB Mobil lesen. Schon nach einer Dreiviertelstunde erreichten wir die sächsische Großstadt und ein sehr dicker Mann mittleren Alters stieg zu und setzte sich neben mich. Die letzte Stunde Zugfahrt war somit etwas enger.

Nach nur zwei Stunden Fahrt traf ich kurz nach halb sechs in Dresden ein und wurde von meiner Freundin J am Hauptbahnhof abgeholt. Wegen meines Gepäcks fuhren wir mit der Straßenbahn in ihre Wohnung. Ich begrüßte ihren Freund und Kater Felix, stellte meine kleine Reisetasche und den Rucksack ab und machte mich mit J auf den Weg ins Pfennigpfeiffer und in den Konsum. Ich muss in Erfurt unbedingt mal einen Pfennigpfeiffer aufsuchen. Das Angebot ist wirklich der Wahnsinn <3

Halb acht waren wir von unserem kleinen Einkaufsbummel zurück und bereiteten das Abendessen vor. J kümmerte sich um den Pizzateig, ich schnippelte die restlichen Zutaten für unsere selbstgemachten Pizzen. Ich muss mir von J unbedingt das Rezept geben lassen, denn der Pizzateig war wirklich perfekt.

Am Abend saßen wir lange in der Küche und J erzählte mir viel über den Verlauf ihrer Krankheit und die Erfolge in den Therapiesitzungen. Bereits in ihrer letzten E-Mail Anfang des Jahres merkte ich, dass sie große Fortschritte gemacht haben muss, und freute mich, das nun bestätigt zu bekommen. Im Laufe der Unterhaltungen wechselten wir ins Wohnzimmer, um die im Pfennigpfeiffer erstandenen Wollknäuel zu verarbeiten. Stricken kann ich seit fast vierzehn Jahren. Heute zeigte mir J wie gehäkelt wird. Es machte mir Spaß, ich muss allerdings noch weiter üben, ehe ich mir ein erstes Häkelprojekt vornehmen kann 😉

Samstag, 24. Februar 2018

Obwohl ich erst um eins das Licht ausmachte, war ich heute um kurz nach halb acht wach. Ich hörte wenig später Geräusche aus der Küche und gesellte mich zu J. Wir tranken Kaffee, aßen Müsli und unterhielten uns.

Besonders stolz bin ich, dass wir eine Dreiviertelstunde Sport gemacht haben. Wir begannen ganz unverfänglich mit sechs Haltepositionen. Die Übungen dauerten fünf Minuten. Anschließend absolvierten wir bei einer Folge Raumschiff Enterprise ein fünfunddreißig minütiges Bauchtraining nach Mark Lauren. Obwohl ich so lange keinen Sport mehr gemacht habe, hielt ich problemlos durch. Nach fünfundzwanzig Pushups beendeten wir unser Sportprogramm.

J und ich aßen die letzten beiden Stücken der gestrigen selbstgemachten Pizza, duschten und spazierten zum Großen Garten. Wenn der Wind nicht gewesen wäre, hätte uns die Kälte an diesem sonnigen Nachmittag nicht gestört. So mussten wir damit leben, dass der Wind ab und an unter die Kleidung kroch.

Nach dem langen Spaziergang ruhten wir uns kurz zu Hause aus. Da ich mir nicht sicher war, ob die Sojasoße reicht, machten J und ich uns kurze Zeit später auf den Weg in den nahegelegenen Konsum.

Bis zum Eintreffen der XXL-Partyplatte voll Sushi häkelten wir zu einigen Folgen Modern Family. J stellte einen Topflappen für mich fertig. Ich übte weiter und kam im Gegensatz zum Vortag besser zurecht. Wie beim Stricken auch gilt hier die Devise: Übung macht den Meister. Das Sushi war super lecker. <3 J und ihr Freund fühlten sich nach einer Weile gut gesättigt, sodass die restlichen sechs Stück mir gehörten. Die zusätzliche Sojasoße haben wir nicht gebraucht.

Abends um zehn drehten J und ich noch eine einstündige Runde durch den südlichen Teil Dresdens und beobachteten an einer geeigneten Stelle den leuchtenden Mond und die vielen Sterne.

Ehe es ins Bett ging, zeigte mir J ihre Aquarell-Buntstifte von Faber-Castell. Ich durfte sie gleich ausprobieren und bin begeistert. Das wäre in zwei Jahren auch etwas für L. Man zeichnet mit den Buntstiften und erstellt im Anschluss mithilfe geeigneter Pinsel und Wasser ein Aquarell-Bild. Es ist ähnlich den Wasserfarben, aber doch anders.

Sonntag, 25. Februar 2018

Heute Morgen wachte ich Punkt acht Uhr auf. J kam nur wenige Minuten später aus dem Schlafzimmer und bereitete das Frühstück vor. Zusammen mit ihrem Freund aßen wir Brötchen mit leckeren Aufstrichen und tranken jeder neben Kaffee ein Glas frisch gepressten Saft.

Gegen Mittag fuhren wir mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof, schlossen meine Reisetasche im Schließfach ein und machten uns auf den Weg in Richtung Elbe. Wir spazierten die lange Einkaufsstraße entlang und kamen an der Frauenkirche, dem Oberlandesgericht, dem Residenzschloss, der Semperoper und dem Zwinger vorbei <3

Am Hauptbahnhof holten wir uns leckeres Mittagessen beim Asia Gourmet Laden, verspeisten es trotz Minusgraden genüsslich draußen in der Sonne und begaben uns anschließend zu meinem Gleis. Der Zug stand schon bereit und so verabschiedeten wir uns voneinander. Wenn nichts dazwischen kommt, fährt J nächste Woche für ein paar Tage nach Erfurt und wir sehen uns schon wieder 🙂

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