Unser Alltagswahnsinn # 30 – Übernachtung in Schleiz

Am späten Freitagabend durchforstete ich das Internet auf der Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft, die möglichst Nahe an einem See liegt. Durch Christi Himmelfahrt, den Brückentag und das Wochenende war das jedoch alles andere als leicht. Nach über einer Stunde Suche fand ich ein kleines Hotel, das auf den Bildern einen sehr netten Eindruck machte und nur zehn Kilometer von der Bleilochtalsperre entfernt lag. M sagte die Unterkunft auch sofort zu und er buchte noch in derselben Nacht.

Am Samstagmorgen waren wir bereits gegen um sieben wach. M joggte eine Runde durch den Park. Wenn ich meine Halsschmerzen wieder los bin, gehe ich auch wieder joggen 🙂 Ich räumte etwas auf und trug die weinerliche L, deren obere Schneidezähne sich nun einen Weg nach draußen bahnen, eine halbe Stunde durch die Wohnung. Als M kam, aßen wir gemeinsam Frühstück, bei dem L für ihre Verhältnisse ordentlich zulangte.

Nachdem ich zwei Rucksäcke für unseren Trip gepackt hatte, machten wir uns auf den Weg zum Espachcafé. Wie bereits am Vortag hatte L keine Lust auf ihren Kinderwagen oder die Manduca. Sie wollte lieber selbst laufen.

L spielte im Sand, lief freudig umher und rutschte ein paar Mal mit meiner Hilfe. M und Prinz machten es sich derweil im Außenbereich des Cafés gemütlich. L und ich gesellten uns später dazu, tranken noch etwas und machten uns mittags auf den Nachhauseweg.

L aß ein paar Nudeln mit Tomatensoße, M und ich einen selbstgemachten Hotdog. Wir warteten noch auf S, der unsere Bose-Box für eine Party abholte, und machten uns dann auf den Weg Richtung Schleiz. Die kurze Fahrt verlief problemlos. L schlief sofort ein, merkte nicht mal, dass wir noch kurz im Fressnapf hielten und erwachte erst wenige Minuten nach halb drei auf dem Hotelparkplatz in Schleiz.

Das Flair-Hotel Luginsland befand sich direkt an einer Hauptverkehrsstraße und war keine fünf Minuten von der Autobahnabfahrt entfernt. Unser Zimmer war jedoch sehr groß und hübsch eingerichtet.

Halb vier machten wir uns auf den Weg in den Park, der vielmehr die Bezeichnung Wald verdient hätte. L lief einen Großteil der Strecke alleine, erfreute sich an der Natur und führte Prinzi an der Leine. Da es sich um einen Trimm-dich-Pfad handelte, hatten auch M und ich großen Spaß. Wir müssen uns jetzt allmählich daran gewöhnen, in Zukunft langsamer vorwärts zu kommen 😉

Wieder beim Hotel angekommen, wollten wir etwas trinken und gemütlich im Hof sitzen. Ich spielte mit L in der Sandkiste. Da auch nach dreißig Minuten niemand kam, um eine Bestellung aufzunehmen, entschieden wir uns, mit dem Auto in den Ortskern zu fahren und dort zu Abend zu essen. Eine Viertelstunde später waren wir wieder im Hotel, da es nichts (!) in unmittelbarer Nähe gab. M bestellte drinnen das einzige vegetarische Gericht und für L Fischstäbchen. Wir ließen uns das Essen rausbringen. So konnte L die Wartezeit mit planschen und spielen verbringen. Das Abendessen war zu meiner großen Überraschung sehr gut. Wir ließen uns noch ein Dessert aufs Zimmer bringen 😀

Ich ging nochmals duschen und brachte halb acht L ins Bett. Wir schauten uns ein Buch an. M gesellte sich zu uns, nachdem auch er duschen war. Die beiden machten auf dem Bett noch etwas Quatsch. Halb neun schliefen wir alle erschöpft ein.

Ich erwachte halb zehn und konnte noch etwas in meinem Buch „Zwischen Spiegel und Macht“ lesen. Auch M wachte wieder auf. Wir schauten bei einem gekühlten Getränk die erste Folge der dritten Staffel Fargo, die unglaublich gut war und sehr empfehlen ist 🙂

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